
Karl Friedrich Schinkel, ehemalige Bauakademie in Berlin; gebaut 1836, abgerissen 1962;
Foto: Jürgen Hohmuth (Anschnitt), 2007; via
Das Foto zeigt den paradoxen Zustand der ehemaligen Bauakademie aus der Vogelperspektive. Das nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel realisierte Gebäude brannte 1945 nach einem Bombenangriff aus. Nach anfänglichen Wiederaufbauarbeiten in den 50er Jahren fiel die Bauakademie dem Ideenwettbewerb der DDR zur „Sozialistischen Umgestaltung des Stadtzentrums“ zum Opfer und musste 1966 dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR weichen. Das Gebäude wurde rückgebaut und die einzelnen Bauteile auf dem Gelände Französische Straße/Kurstraße eingelagert. Nach der Wende musste widerum das DDR Ministerium 1995/1996 weichen, um die Bauakademie wiederaufzubauen. Aus finanziellen Gründen wurde dieses Vorhaben jedoch bislang nicht realisiert – eine Studie der Beuth-Hochschule für Technik schätzt die Kosten auf ca. 46 Millionen Euro. 2002 errichtete der Bildungsverein Bautechnik an der Nord-Ost Ecke der Bauakademie eine orginalgetreue Kopie der Fassade (auf dem Foto ist die Musterecke oben links zu sehen). 2004 folgte eine Atrappe in den Originalmaßen des ursprünglichen Gebäudes – eine Schaufassade bestehend aus einem Gerüst mit bedruckten Kunststoffplane, das Werbung für die Wiederherstellung der Bauakademie machen soll. In ihrem Inneren (auf dem Foto recht gut erkenntlich) wurde ein Saal rekonstruiert, der für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden kann.
weiterführende Links:
Jürgen Hohmuth: Der gebändigte Raum: Bilder und Texte zur Raumnutzung in Deutschland, Wasmuth Verlag 2010
wikipedia.org: Berliner Bauakademie
Förderverein Bauakademie e. V.
Süddeutsche Zeitung 19.10.2011, Feuilleton, Jens Bisky: Schinkel: der Architekt der Gegenwart [pdf]
tagesspiegel.de 12.08.2004: Zum Lachen hinter die Schaufassade
Informationen zur Musterfassade 2001
Karl Friedrich Schinkel, former Bauakademie in Berlin; built 1836, demolished 1962;
Photo: Jürgen Hohmuth (cropped), 2007; photo via
Hohmuth’s aerial view shows the paradox status quo of the former Berlin Bauakademie. Designed by Karl Friedrich Schinkel in 1836, it was severly damaged in Word War II during an air raid.
In the 1950s the building was partially restored, but in 1962 the building fell prey to an idea competition aiming for the “Socialist redesign of the capital of the GDR”. In the end the Bauakademie was deconstructed to make room for the future Ministry of Foreign Affairs of East Germany. It was decomposed into smaller parts and put into storage at Französische Straße/Kurstraße. In 1995 again, the Ministry of Foreign Affairs of East Germany was demolished in order to recreate the original Werderscher Markt area. For financial reasons, the Bauakademie hasn’t been rebuilt yet – a study by Berlin based Beuth-Hochschule für Technik estimates the costs at 46 mio. Euro. In 2002, the Bildungsverein Bautechnik erected a near facsimile of the north-eastern corner of the Bauakademie (in the photo you can see it in the top left corner). It was complemented by a real size facade dummy in 2004, made of scaffolding and printed fabric structures, that is supposed to promote the reconstruction of the original Bauakademie. On the inside (you can see that on the photo as well) one hall was rebuilt, which can be used for events and exhibitions.
weiterführende Links:
Jürgen Hohmuth: Der gebändigte Raum: Bilder und Texte zur Raumnutzung in Deutschland, Wasmuth Verlag 2010
wikipedia.org: Berliner Bauakademie [EN]
Association for the Promotion of Schinkel’s Academy of Architecture [EN]
Süddeutsche Zeitung 19.10.2011, Feuilleton, Jens Bisky: Schinkel: der Architekt der Gegenwart [pdf]
tagesspiegel.de 12.08.2004: Zum Lachen hinter die Schaufassade
Informationen zur Musterfassade 2001