Kolonnenstraße 62


click on image to enlarge; Photo: Anna Sprang
Vor ungefähr einer Woche habe ich dieses kleine Häuschen in der Kolonnenstraße entdeckt, als ich zufällig in der Gegend war. Seitdem war ich mehrmals zufällig in der Gegend, ich habe mich wohl ein bisschen verliebt. Leider ergab sich nie die Gelegenheit, es zu fotografieren, weil immer ein Auto oder Lieferwagen davor stand. Heute hatte ich Glück und es präsentierte sich von seiner schönsten Seite. Seine besten Zeiten sind lange vorbei – das Schaufenster des Uhrengeschäfts hält nicht mehr das, was das Schild über der Tür verspricht und der Laden zu seiner Linken scheint gänzlich leer zu stehen. Nur die offenen Fenster im Obergeschoss suggerieren, dass sich in dem Gebäude jemand befindet. Doch es ist zu dunkel in den Räumen, als dass man von außen Genaueres erkennen könnte. In den umliegenden Häusern wird gerade renoviert und Baulärm hallt durch die Straßen – umso vergessener wirkt das kleine, stille Häuschen mit seinen überkommenen Schildern, eingekeilt zwischen zwei höheren Wohnblöcken. Man könnte es fast übersehen, wenn es seiner geschäftigen Umgebung nicht mit derart anachronistischer Trägheit trotzen würde.
click on image to enlarge; Photo: Anna Sprang
About a week ago I came across this tiny old house on Kolonnenstraße. I instantly fell in love with it, and have returned a few times since – but never got the opportunity to take a proper photo, as there were always cars parking in front of the house. Today I was lucky, and it was finally presenting itself in the best possible light. The building has obviously passed it’s peak a long time ago – the dusty, poorly equipped shop-window of the clock store doesn’t live up to the promises made on the sign above the door (“permanent stock of high-class clocks”) and the shop to it’s left looks completely abandoned. Only the open windows above hint the presence of tenants. But it’s too gloomy inside to be able to make out any details. There’s a lot of renovating going on in the surrounding buildings at the moment, and construction noise is echoing throughout the street. The little building with the old-fashioned signs, literally wedged in between two large appartment buildings, might go unnoticed if not for it’s anachronistic idleness.

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